Was unterscheidet einen Menschen, der sich seinem Stress und damit seiner Umwelt hilflos ausgeliefert sieht, von einem Menschen, der hochgradig resilient ist, sich also auch in den schwierigsten Situationen nicht unterkriegen lässt?

Psychologische Beratung Hilflosigkeit

Ich argumentiere in solch einem Fall oft und gern mit dem eigenen Denken.

Menschen, die sich eine Art des Denkens angeeignet haben, mit der sie durchweg immer eine Möglichkeit sehen weiterhin einen Einfluss auf Ihre Umwelt zu nehmen, erreichen sehr selten einen Zustand der Hilflosigkeit. Dagegen sind Menschen, die sich entmachtet “denken”, obwohl auch sie stets Möglichkeiten haben etwas an ihrer eigenen Situation zu verändern, ganz schnell in einer Position der Hilflosigkeit angekommen.

Der Begriff der “erlernten Hilflosigkeit” wurde Ende der 60er Jahre von Seligman und Maier eingeführt, nachdem sie einige fantastisch traurige Beobachtungen mit Hunden gemacht haben. In deren Untersuchungen wurde im Endeffekt festgestellt, dass Hunde, die eine Weile intensiven Elektroschocks nicht ausweichen konnten, eine starke Hilflosigkeit erlernt hatten. Denn auch, wenn diesen Hunden wieder die Möglichkeit gegeben wurde den Schocks zu entkommen, haben sie sich, eben aus den erlernten Erfahrungen der Hilflosigkeit, nur noch zusammengekauert, hingelegt und die Elektroschocks über sich ergehen lassen.

 

Learned helplessness, in psychology, a mental state in which an organism forced to bear aversive stimuli, or stimuli that are painful or otherwise unpleasant, becomes unable or unwilling to avoid subsequent encounters with those stimuli, even if they are “escapable,” presumably because it has learned that it cannot control the situation.

 

Gleiches gilt für uns Menschen. Was passiert nämlich, wenn wir unfähig sind die Möglichkeiten zu erkennen, mit denen wir etwas an unseren eigenen Umständen ändern können? Wir externalisieren die einflussnehmenden Faktoren: “Nur die Politiker können etwas an dem Fluglärm ändern”; “Wieso gibt mein Chef mir keine Gehaltserhöhung?”; “Das müssen die da oben erst bewilligen”…und werden, damit verbunden, vernachlässigen, WAS WIR TUN KÖNNEN: “Wir gehen Demonstrieren!”; “Ich suche das Gespräch mit meinem Chef!”; “Wir bitten lieber um Verzeihung als nach Erlaubnis zu fragen!”

Psychologische Beratung Hilflosigkeit


Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).