kurzauslese

Geschenke, Stress und Werbung für Porn

Ausgabe #6

06. Dezember 2015

EINS

Ein bisschen Kiffen?

Clinton’s berühmte Aussage (1992):

„[..] and I didn’t like it and didn’t inhale and never tried it again“ – „und ich mochte es nicht, habe nicht inhaliert und es nie wieder probiert.”,

verglichen mit

When I was a kid, I inhaled, frequently. That was the point.“ – “Als ich jünger war habe ich inhaliert. Das war doch der Sinn darin.”

von Barack Obama (2006) zum Thema Cannabiskonsum, lässt den sozialen Wandel im Umgang mit der Cannabispflanze gut erahnen. Neben Bush Jr., Kennedy, Pierce, Taylor, Jackson, Jefferson, bis hin zu Washington, hat der Großteil der Präsidenten in den Vereinigten Staaten ein- oder mehrmals Cannabisprodukte in ihrem Leben konsumiert. Für Canada bahnen sich nun ähnlich freie Zustände an, wie die in amerikanischen Bundesstaaten, in denen Cannabis bereits legal gekauft und konsumiert werden kann.

Trudeau hatte im Wahlkampf zugegeben, dass er auch selbst schon "fünf oder sechs Mal" Cannabis geraucht habe, darunter einmal im Jahr 2010, als er bereits im Parlament war.

ZWEI

Einem geschenkten Gaul...

schaut man nun einmal doch in seinen Kauapparat.

Wie in den Jahren zuvor erhält jedes Familienmitglied von mir eine Rolle Mentos, 2l Diätcola und einen Hut.

 „Dass Ansichten darüber, was ein gutes Präsent ist, oft so unterschiedlich ausfallen, erklären Psychologen damit, dass die Schenkenden sich oft hauptsächlich Gedanken darüber machen, wie viel ein Geschenk kostet und wie bedächtig es wirkt. Derjenige, der das Präsent überreicht bekommt, sieht aber meistens weder das Preisschild, noch die Mühe dahinter. Für ihn zählten andere Aspekte – nämlich vor allem, wie gut er es in seinem Alltag gebrauchen kann.“

DREI

Nur Stress mit dem Alten im Auto

Das erste, was ein angehender Sozialpsychologe in seinen Vorlesungen lernt, ist der Fundamentale Attributionsfehler. Mit diesem Phänomen wird beschrieben, was jeder Autofahrer schon immer wusste: Die anderen sind alle geistig umnachtet. Wir schreiben das Handeln anderer Menschen, meist Unbekannten, ihrem Charakter zu und nicht ihrer Situation. Wohingegen wir uns selbst mehr von Situationen beeinflusst sehen und nicht von unserem Charakter.

Bei Paaren, die sich friedlich auf die Reise begeben wollten, ist das ein Teil der Ursache, wieso sie sich während der Fahrt anschreien.

 „Die Ursache für Misserfolge, vor allem für eigene, findet auch der Alltagsmensch lieber in der Situation als in sich selbst, einfach weil das die schmeichelhaftere Zurechnung ist.“

VIER

Es scheint das Leben

Das von Planeten reflektierte Licht könnte sehr wahrscheinlich Aufschluss darüber geben, ob sich auf ihnen Leben in Form von Photosynthese-treibenden Pflanzen befindet. Anders als bei der Suche mit einem ordinären Teleskop, kann mit der Suche von Biopigmenten und –Signaturen auch ohne hohe visuelle Auflösung Leben geortet werden.

„Durchaus möglich also, dass sich der Farbstoff Chlorophyll und damit die Fähigkeit außerirdischen, pflanzlichen Lebens zur Fotosynthese im reflektierten Licht des Planeten nachweisen lässt. Dies setze jedoch voraus, dass sich auf anderen Welten die gleichen Biopigmente wie auf der Erde entwickelt haben.“

FÜNF

Am Boden der Tatsachen

  1. Pornhub hat es sich zur Aufgabe gemacht einen noch besseren Weihnachtsspot zu produzieren als Edeka. Ob es ihnen gelungen ist, sehen wir an den zukünftigen Zahlen ihrer Abonnements.
  2. „Denn um Erbkrankheiten wie Mukoviszidose, Sichelzellanämie oder Muskeldystrophie zu vermeiden, ist die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) die bessere Alternative.“ Um genetisch veränderte CRISPR-Babies brauchen wir uns also vorerst keine Gedanken zu machen.
  3. Porsches’ Ansage an Tesla könnte einer verrauchten VW-Vergangenheit die Abstinenz lehren.
  4. Die Lindenstraße als Sozialstudie: „In der Lindenstraße starb ein liebevoller Familienvater an Aids, hier küssten sich erstmals in einer Familienserie Männer, hier wurde das Trauma einer Kindesentführung vermittelt und auch nicht davor Halt gemacht, sich nach Jahren mit dem geständigen Mörder auseinanderzusetzen. Und es wurde bereits vor Langem das Schicksal von in Deutschland lebenden Flüchtlingen ohne Aufenthaltsgenehmigung beleuchtet.“
  5. Die USA erklären sich zum alleinigen Besitzer des Weltraums. Die schaffen das.
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D.J.

ADMIN