Argumentationen im alltäglichen Sprachgebrauch sind üblicherweise verbunden mit einer subjektiven Meinung über einen Sachverhalt, welche untermauert wird mit einem- oder mehreren Argumenten für oder gegen einen Aspekt dieses Sachverhaltes.

Selten fällt uns dabei konkret auf, dass, besonders bei emotionsgeladenen Themen, unsere Begründungen für das Treffen einer gewissen Denkentscheidung, durchaus fehlerbehaftet sind. Sachliche Argumentationen werden auch im gediegensten sprachlichen Umfeld beeinflusst durch menschliche Denkmuster, die für das Finden einer validen Schlussfolgerung, sehr nachteilig sind.

Neben einer großen Anzahl von simplen, bis hin zu extrem verzwickten,Trugschlüssen, ist jeder von uns geplagt von dem stillen, oft unbemerkten, Einfluss von irrationalen kognitiven Tendenzen (biases) im Denken.
Eine wissenschaftliche Disziplin, die mit sprachlichen Mitteln arbeitet, muss sich ganz besonders in Acht nehmen vor argumentativen Fehlgriffen. (Westliche) Philosophie genießt seit beginn des 20. Jahrhunderts eine an die mathematische Logik angegliederte Sprache. Viele verschiedene Arten der Logik, sowie derer Niederschriften, haben sich bereits zu altgrieschichen Zeiten entwickelt. Die erste Form unserer westlichen Begriffslogik findet man bei Aristoteles (384 – 322 v. Chr.). Auch vorher haben es sich Sophisten zur Aufgabe gemacht Regeln der Logik gegen Bezahlungen zu verbreiten, um somit Menschen zu unterrichten. Aristoteles hat jedoch in seinem Werk “Organon” den Grundstein gelegt für moderne Logik gelegt, indem er Logik als Disziplin benutzte und sie erklärte als Werkzeug des Denkens und des Schlussfolgerns.

Bis heute nutzen wir seine Grundpfeiler, um valide Aussagen zu treffen. Da Jeder sie erlernen kann, passiert es sogar, dass der Debattierclub von Harvard besiegt werdenkann von Insassen eines Gefängnisses mit extrem schlechten Bildungsressourcen (Kein Internet, kaum Bücher).

Mit der Symbolischen Logik, also der Argumentation und dem Extrahieren von validen (wahren, stimmigen, korrekten) Schlussfolgerungen aus Prämissen (Voraussetzungen), wurde ein Werkzeug entwickelt, mit welchem sich sprachliche Argumentationen bis auf den Kern zerlegen und daraufhin auf ihren Wahrheitsgehalt kontrollieren lassen. Dem nehmen wir uns jetzt an.

 

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Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).