Jede Persönlichkeit hat Ecken und Kanten.

 

persoenlichkeit ecken und kanten

 

Stets ausgeglichen, immer freundlich, für Alles offen und allzeit bewusst darüber, wie man ist…Welche wunderbare Persönlichkeitseigenschaften. Jetzt muss mir im Leben nur noch jemand über den Weg laufen, der dieser Beschreibung entspricht. Selbst dann wäre es akzeptabel davon auszugehen, dass auch ein auf diese Beschreibung passender Mensch seine ganz eigenen Dämonen hat, die ihn/sie verfolgen. Auch der entspannteste Buddha hat schlechte Tage.

Sind es, in gewisser Weise, nicht die Imperfektionen, die uns ausmachen? Wenn doch jeder Mensch als individuelles Wesen akzeptiert werden darf, so schließt diese Einstellungen doch nicht einige Persönlichkeitsmerkmale ein und andere aus?!

 

Wie kommen Persönlichkeiten zustande?

Die Psychologie spricht unglaublich gern von Persönlichkeiten. Um Sprache und Verständnis über Begrifflichkeiten in dem Bereich einheitlich zu gestalten, orientieren wir uns seit vielen Jahren an sehr konkreten Theorien. Die bekannteste und am meisten angewandte Theorie nennt sich schlicht: “Big Five”, also die großen Fünf. Ebenfalls leicht zu merken ist dieses Modell unter dem Namen “OCEAN”, welcher eher im englischsprachigen Raum Anwendung findet. Folgende Bestandteile machen die großen Fünf aus (Englische Namen in Klammern dahinter):

Offenheit (Openness)

Gewissenhaftigkeit (Conscientiousness)

Extraversion (Extraversion)

Verträglichkeit (Agreeableness)

Neurotizismus (Neuroticism)

 

Die fünf Faktoren im Detail

Offenheit

Mit diesem Faktor wird das Interesse und das Ausmaß der Beschäftigung mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken beschrieben.

  • Personen mit hohen Offenheitswerten geben häufig an, dass sie eine rege Fantasie haben, ihre positiven und negativen Gefühle deutlich wahrnehmen sowie an vielen persönlichen und öffentlichen Vorgängen interessiert sind. Sie beschreiben sich als wissbegierig, intellektuell, fantasievoll, experimentierfreudig und künstlerisch interessiert. Sie sind eher bereit, bestehende Normen kritisch zu hinterfragen und auf neuartige soziale, ethische und politische Wertvorstellungen einzugehen. Sie sind unabhängig in ihrem Urteil, verhalten sich häufig unkonventionell, erproben neue Handlungsweisen und bevorzugen Abwechslung.

  • Personen mit niedrigen Offenheitswerten neigen demgegenüber eher zu konventionellem Verhalten und zu konservativen Einstellungen. Sie ziehen Bekanntes und Bewährtes dem Neuen vor und sie nehmen ihre emotionalen Reaktionen eher gedämpft wahr.

 

Gewissenhaftigkeit

Dieser Faktor beschreibt in erster Linie den Grad an Selbstkontrolle, Genauigkeit und Zielstrebigkeit.

  • Personen mit hohen Gewissenhaftigkeitswerten handeln organisiert, sorgfältig, planend, effektiv, verantwortlich, zuverlässig und überlegt.

  • Personen mit niedrigen Gewissenhaftigkeitswerten handeln unsorgfältig, spontan und ungenau.

 

Extraversion

Dieser Faktor beschreibt Aktivität und zwischenmenschliches Verhalten. Er wird teilweise auch Begeisterungsfähigkeit (engl.: surgency) genannt.

  • Personen mit hohen Extraversionswerten sind gesellig, aktiv, gesprächig, personenorientiert, herzlich, optimistisch und heiter. Sie sind zudem empfänglich für Anregungen und Aufregungen.

  • Introvertierte Personen sind zurückhaltend bei sozialen Interaktionen, gerne allein und unabhängig. Sie können auch sehr aktiv sein, aber weniger in Gesellschaft.

 

Verträglichkeit

Ebenso wie Extraversion ist Verträglichkeit in erster Linie ein Faktor, der interpersonelles Verhalten beschreibt.

  • Ein zentrales Merkmal von Personen mit hohen Verträglichkeitswerten ist ihr Altruismus. Sie begegnen anderen mit Verständnis, Wohlwollen und Mitgefühl, sie sind bemüht, anderen zu helfen, und überzeugt, dass diese sich ebenso hilfsbereit verhalten werden. Sie neigen zu zwischenmenschlichem Vertrauen, zur Kooperativität und zur Nachgiebigkeit.

  • Personen mit niedrigen Verträglichkeitswerten beschreiben sich im Gegensatz dazu als streitbar, egozentrisch, misstrauisch und antagonistisch gegenüber den Absichten anderer Menschen. Sie verhalten sich eher wettbewerbsorientiert als kooperativ.

Die verträgliche Seite der Dimension scheint sozial erwünschter zu sein. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Fähigkeit, für eigene Interessen zu kämpfen, in vielen Situationen hilfreich ist. So ist Verträglichkeit im Gerichtssaal nicht unbedingt eine Tugend.

 

Neurotizismus

Dieser Faktor spiegelt individuelle Unterschiede im Erleben von negativen Emotionen wider und wird von einigen Autoren auch als emotionale Labilität bezeichnet. Der Gegenpol wird auch als emotionale Stabilität, Zufriedenheit oder Ich-Stärke benannt.

  • Personen mit einer hohen Ausprägung in Neurotizismus erleben häufiger Angst, Nervosität, Anspannung, Trauer, Unsicherheit und Verlegenheit. Zudem bleiben diese Empfindungen bei ihnen länger bestehen und werden leichter ausgelöst. Sie tendieren zu mehr Sorgen um ihre Gesundheit, neigen zu unrealistischen Ideen und haben Schwierigkeiten, in Stresssituationen angemessen zu reagieren.

  • Personen mit niedrigen Neurotizismuswerten sind eher ruhig, zufrieden, stabil, entspannt und sicher. Sie erleben seltener negative Gefühle. Dabei sind niedrige Werte nicht zwangsläufig mit dem Erleben von positiven Emotionen verbunden.

 

Die Bewegung auf dem Spektrum

 

Verständlicherweise sind die soeben genannten Faktoren keine festen Eigenschaften von einem Menschen, die einmal ausgebildet wurden und ab dann für immer in ihrem Ausmaß bestehen bleiben. Viel mehr bewegen wir uns im Verlauf unserer Lebensspanne auf den Spektren der fünf Faktoren immer ein wenig hin und/oder her. Wo eine Person in jungen Jahren sehr hoch in “Verträglichkeit” anzusiedeln war, hat sie sich zum Eintritt in das Seniorenalter in der Persönlichkeit so weit gewandelt, dass sie jetzt eher weniger verträglich, dafür umso mehr neurotisch, geworden ist. Eine andere Person war in ihrer Jugend eher verschlossen, wenig spontan und selten für nervenaufreibende Aktivitäten zu haben. Später in ihrem Leben, vielleicht nach dem zweiten Kind, ist sie eine weltoffene, etwas impulsivere und manchmal verrückte, Frau geworden.

Es ist also von Vorteil Persönlichkeiten und ihre konkreten Eigenschaften nicht als rigide und statisch festgelegte Systeme zu sehen, sondern als fluide und veränderbare Prozesse.

Abhängig von einigen anderen (überwiegend) kognitiven und biologischen Systemen im Körper, können bereits tagesformabhängige Veränderungen in unserer “Art” beobachtet werden. Die Snickers Werbespots mit dem bekannten slogan: “You are not you, when you are hungry” (Du bist nicht du, wenn du hungrig bist) bringen das ganz gut auf den Punkt:

 

Kenne dich selbst

 

Da es wirklich hunderte Ansätze gibt Persönlichkeiten zu analysieren und jeder Lebensbereich andere Facetten wichtig findet (Assessment center, Security check, psychologische Diagnostik etc.), habe ich einmal den, meiner Meinung nach, durchdachtesten und am besten aufgebauten Test im Internet gesucht.

Dabei bin ich auf 16Peronslities.com gestoßen und habe mich umgehend dem Prozedere von !!!ehrlich!!! Antworten unterzogen. Direkt hier drunter findest du das Ergebnis meines Tests.

Persönlichkeitstyp debattierer

 

“Bei Debattierern entsteht manchmal ein merkwürdiger Widerspruch: Ihre Ehrlichkeit ist kompromisslos, aber sie sind in der Lage, unermüdlich für Dinge einzutreten, an die sie nicht glauben. Dies geschieht, wenn sie in die Rolle eines anderen schlüpfen, um aus einer anderen Perspektive zu argumentieren.”

 

Ich bin ein Debattierer, was bist du?


Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).