Glücklich sein hat bekanntermaßen den positiven Effekt auf Menschen, dass sie sich besser fühlen.

 

kopfvoll psychologische beratung

 

Doch das ist nicht der einzige und lange nicht der größte Vorteil. Glückseligkeit kann noch viel mehr.

Glücklich sein hat oft zu tun mit dem Erreichen von Zielen, die wir uns setzen. Wenn wir etwas geschafft haben, fühlen wir uns gut. Im Umkehrschluss führt der Zustand des Glücklich-Seins aber auch zu dem Erreichen von mehr und größeren Zielen. Glücklichere Menschen gehen größere Risiken ein und erweitern ihre Fähigkeiten öfter und länger. Das hat damit zu tun, dass glückliche Menschen seltener die Angst schüren in negative Lebensumstände geraten zu können. Unglückliche Menschen dagegen befinden sich konstant in einem Modus der Ressourcensicherung. Sie versuchen mit dem Arsch an die Wand zu kommen und sich nicht der Welt zu öffnen, weil dort draußen Gefahren lauern. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde bereits, wie weitläufig die positiven Effekte einer positiveren und glücklicheren Lebenseinstellung auf den Erfolg im Leben haben. Glückseligkeit macht Menschen sozialer und altruistischer, es verbessert stark das Selbstbild und wie sehr Menschen sich selbst mögen, es stärkt das Immunsystem und lässt Auseinandersetzungen glimpflicher ablaufen. Im Sinne von, wenn Auseinandersetzungen und Streit entstehen, können glücklichere Menschen öfter Kompromisse eingehen und klären umgänglicher das Problem.

Glücklichsein hat eine ganze Bandbreite an positiven Auswirkungen. Darüberhinaus entsteht durch das glückliche Weltbild eine Kaskade an weiteren Verbesserungen vieler Lebensbereiche. Das sind Dinge, die aus dem, was Glückseligkeit für direkte Einflüsse auf uns hat, entstehen. So führen glücklichere Menschen erfülltere und längere Beziehungen, haben passendere Jobs und leben länger.

Nun ist es jedoch nicht allzu leicht seinen Denkstil grundlegend zu verändern. Wir können oft nicht einfach umschalten, wie es uns beliebt. Unglücklichere Menschen suchen sich nicht bewusst aus eher unglücklich zu sein. Jeder wäre wahrscheinlich dankbar, könnte er von Natur aus positiver denken. Die schiere Anzahl an Selbsthilfebüchern und Techniken, sein Leben positiver zu führen, sollten Beweis genug dafür sein. Es besteht ein großes Bedürfnis an einem glücklichen Leben und mit einem großen Bedürfnis kommt auch ein riesiger, oft chaotischer Markt, der alles versucht hier und da einen Taler zu verdienen. Unsere größte Pseudo-Errungenschaft ist der von life-coaches oft verbreitete und wahrscheinlich aus Unwissenheit propagierte Glaube, man solle lediglich seine negativen Gedanken abschalten und schon wäre das Problem gelöst.

Leider ist dieser Ansatz alles Andere als optimal. Auch viel zitierte Studien, die den Leser glauben lassen ein gewisses Verhältnis von positiven zu negativen Gedanken wäre der Schlüssel zum Glück, helfen dem Irrglauben wenig ab. Es ist nicht Sinn der Sache seine negativen Gedanken zu unterdrücken. Ganz im Gegenteil, lass raus den Mist und gib Ihnen eine Chance gehört zu werden, um sie dann in die Weiten des einst Gedachten zu entlassen. Nichts bringt unser Gehirn mehr dazu an etwas zu denken und seine Energie dafür zu opfern, als zu versuchen nicht daran zu denken. Seitdem Dostoyewski 1886 den weißen Eisbären geprägt hatte, an den wir nicht denken sollen, ist uns das Phänomen unter dem Namen “Ironischer Prozess” ein Begriff. Wir können nicht den Gedanken an etwas unterdrücken, das wir nicht denken wollen/sollen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Wir denken sehr viel öfter daran.

Paradoxerweise hat nun aber die Selbsthilfeindustrie mit allen möglichen Motivationscoaches ein Monster geschaffen, das dafür sorgt, dass wir oft genug daran erinnert werden nicht an etwas Negatives zu denken und immer nur das Positive zu erkennen. Think positive! Wir können gar nicht anders als im gleichen Moment an das zu denken, was wir uns geschworen haben aus unserem Leben zu verbannen. Don’t think negative.

Und damit nicht genug. Tragischerweise ist der Grundpegel unserer Zufriedenheit und unser Gefühl des Glücklichseins stark abhängig von unserer genetischen Veranlagung. Wenn du nicht als Strahlemann zur Welt gekommen bist, mit dem Satz Genen, die das Glücklichsein aus den Informationen deiner DNS erstellen, hast du von vornherein schlechtere Karten. Zirka die Hälfte dieses Pegels ist bestimmt durch deine Gene. Da wirst du vorerst nichts daran ändern können. Die bleiben, wie sie sind. Mehr Erfolg wirst du haben die nächsten 40% zu beeinflussen, die mit deinem täglichen Leben zu tun haben und auf Faktoren basieren, die leicht veränderbar sind.

Wie wir uns selbst, ohne großen Aufwand, dazu bringen können glücklicher zu sein? Ist das überhaupt möglich, wo doch die hälfte von dem Ganzen durch meinen Körper vorgeschrieben ist…Viele Beobachtungen und Ergebnisse aus der Wissenschaft sprechen dafür. Es ist möglich das eigene Gefühl von Glücklichsein zu beeinflussen. Im Positiven, wie auch im Negativen haben viele kleine Dinge eine große Wirkung.

Jeder große Plan beginnt mit einem Stift und Papier.


Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).

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