Wenn die Sonne sich immer weniger blicken lässt, die Tage dunkel und verregnet werden und die Zeitumstellung die eigene Chronobiologie aus der Bahn wirft, dann schleicht sich bei den meisten von Uns der Winterblues ein.

Mit getrübter Laune, einer erhöhten Anfälligkeit für grippale Infekte, Müdigkeit und erhöhtem Schlafbedürfnis, wandern wir durch unser Arbeits- und Privatleben. Zum Glück gibt es einfachste Abhilfen, womit wir auch die dunklen Herbst- und Wintermonate gut gelaunt, gesund und munter überstehen können.

 

1) Licht

 

Ein hell erleuchtetes Interieur, am besten durch hell-weiße Glühbirnen, weckt am Morgen und imitiert die fehlenden Sonnenstrahlen. Dafür braucht es möglichst helle Lampen. Leuchtmittel mit hoher Lumenzahl eignen sich besonders gut für gute Innenausleuchtung. Je mehr Licht unser Körper über den Tag aufnimmt, desto weniger Melatonin wird gebildet. Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, wird aus Serotonin gebildet und sorgt für die Initiierung von Schlaf. Vor dem Schlafen, jedoch, sollte einige Stunden auf intensives Licht verzichtet werden, um die Einschlafphase nicht zu weit nach hinten zu verschieben und wach im Bett liegend sich den Kopf über Gott und die Welt zu zerbrechen.

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Einen Schritt weiter kann man gerne mit speziellen für Lichtkuren/Lichttherapien entworfenen Lampen gehen.

 

2) Lachen

 

Unser Gehirn kann mit Leichtigkeit ausgetrickst werden. Alles was es dafür braucht sind ein Spiegel und einige Minuten Zeit, um sich ein klein wenig lächerlich zu machen.

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Unsere sogenannten Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die “beim „Betrachten“ eines Vorgangs das gleiche Aktivitätsmuster zeigt wie bei dessen „eigener“ Ausführung.” Wir gaukeln unserem Hirn vor, dass wir Freude empfinden und fantastisch gelaunt sind, wenn wir uns vor den Spiegel stellen und ein lachendes Gesicht ziehen. Dabei ist es wichtig sich ein möglichst echtes Lachen abzuverlangen.

Durch die sozialevolutionär sehr wichtige Gefühlsansteckung beginnen wir, überwiegend unterbewusst, die beobachteten Verhaltensweisen von anderen Menschen (in dem Fall uns selbst im Spiegel) zu deuten und eine emotionale Reaktion daraus zu bilden.

Lacht euch selbst glücklich!

 

3) Sport

 

Nicht nur an dunklen Tagen, zur tristen Jahreszeit, sollte körperliche Aktivität auf der Liste der täglichen “To-Dos” ganz oben stehen.

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Ob Sie dabei einen langen Spaziergang durch die Natur unternehmen, eine halbe Stunde auf dem Spinning-Bike radeln, 20 Minuten HiiT-Training vollziehen oder sich in der Sportart Ihrer Wahl auspowern, ist fast egal. Hauptsächlich geht es darum, sich die biologischen Vorgänge während und ganz besonders nach dem sport zu Nutze zu machen.

Sport reduziert Stress

Durch die Ausschüttung von Neurotransmittern mit dem Namen Endorphine, erzeugt unser Körper ein Gefühl der Euphorie und eliminiert Stress auf ganz natürliche Weise. Darüberhinaus sind wir beim Ausüben von sportlichen Aktivitäten weniger auf die negativen äußeren Umstände fokussiert, die unsere Gedanken dunkel färben und unsere Laune in den Keller ziehen. Beim Sport sind wir ganz und gar mit dem beschäftigt, was wir uns dabei als Ziel gesetzt haben, wie z.B. schneller rennen, höher springen, öfter treffen oder mehr heben.

Sport erzeugt positive Emotionen und Selbstbewusstsein

Besonders in Mannschaftssportarten wird ein Gefühl der Zusammengehörigkeit unterstützt. Aber auch bei allen anderen Sportarten finden sich oft gleichgesinnte Menschen, mit denen wir unsere Freude und unsere Anstrengung teilen. Durch gegenseitiges Antreiben, Aushelfen und Auspowern, sind wir in einem positiven sozialen Umfeld untergebracht. Zusätzlich zu der Gemeinschaft treffen wir durch die Ausübung von Sport die bewusste Entscheidung etwas für unseren Körper und damit unserer Gesundheit zu tun. Oftmals zwingen wir uns damit aus unserer “comfort zone” herauszubrechen und Dinge zu probieren, die neu für uns sind und die wir bis Dato eventuell nocht nicht probiert haben oder nicht so gut konnten.

Das an sich ist eine Win-Win-Situation. Unabhängig davon, ob wir das uns selbst gesetzte Ziel sofort erreicht haben, haben wir es bereits probiert. Wir sind aus unserem Kompetenzbereich herausgekommen, in dem wir uns so wohl fühlen und ahben versucht diesen Bereich zu erweitern. Allein dadurch, dass wir den Versuch unternommen haben, haben wir ein besseres Selbstbild aufgebaut. Denn , wenn ich es probiere, es aber noch nicht sofort schaffe, “bin ich eine Person, die es probiert und geschafft hat oder bald schaffen wird!”

 

Was gibt es noch für Tipps, um sich den Herbst und den Winter fröhlicher und gesünder zu gestalten?

 

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Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).