Zeit und Wille: Was bedeutet für euch persönliches Wachstum?

 

Zeit und Wille Kopfvoll psychologische Beratung

 

Als ich letztens für einen Beitrag über die Persönlichkeitsfaktoren der Big-5 (OCEAN) schrieb, ist mir ein Gedanke gekommen. Dieser Gedanke besteht aus zwei Teilen.

 

1. – Es ist grundlegend wichtig, seine eigene Comfort-Zone zu verlassen.

Nicht ständig, nicht immer, eher selten, aber dafür konsequent. Ein Mensch, der es nicht schafft aus seinem Bereich der absoluten Kompetenz in einen Bereich der inkompetenz zu wechseln, mit dem Bedürfnis aus diesem Bereich ebenfalls einen kompetenten zu machen, wird nicht wachsen. Ein Kind, das nicht aus der Comfort-Zone „Krabbeln“ herauskommen vermag, wird nicht lernen zu gehen. Warum nimmt ein solch kleiner Mensch die Arbeit auf sich und versucht VON SICH AUS seinen Modus der Fortbewegung zu ändern?

Ganz einfach: intrinsische Motivation (Drang nach Neuem, Nachmachen, Ausprobieren) → vehementes Probieren (kein Rückschlag zu groß, um aufzugeben) → zweitweise konsequente Versuche (nicht ständig, nicht immer) → zwangsweise Erfolg mit unmessbarem persönlichen Glücksgefühl.

Warum der Erfolg sich zwangsweise einstellen muss? Das klingt fast so, als gäbe es gar keine andere Möglichkeit, als irgendwann das gesetzte Ziel zu erreichen?! Meiner Meinung nach ist dem auch so. Eine Person setzt sich ein Ziel, ganz egal wie alt sie ist oder was das Ziel sein wird. Solange das Ziel unter den Gegebenheiten der Umwelt und den genetischen/körperlichen Voraussetzungen des Individuums realistisch zu erreichen ist, FÜHRT KEIN WEG AN DEM ZIEL VORBEI. Es führt nichts daran vorbei dort zu landen, wo man hin möchte, läuft man nur lang genug in die richtige Richtung.

 

2. – Der Verlauf der Zeit bedeutet gleichzeitig Veränderung.

Damit geht eines einher. Die Veränderung, durch den Verlauf der Zeit, bringt gleichzeitig den Umstand der sich ständig verändernden Comfort-Zones mit sich. Pflanze, Tier, Mensch und Organisationen (Firmen, Vereine, Clubs etc.) sind ständigem Wechsel der natürlichen Umstände ausgesetzt. Einige mehr als andere und andere wiederum öfter als einige. Nichtsdestotrotz unterliegt alles einem Wandel. Dieser Wandel ist physikalisch, biologisch, psychologisch und sozial.

Wir werden also konstant von der Zeit dazu angeregt, auf der einen Seite, unsere Umgebung und unsere Umstände so konstant wie möglich zu halten und auf der anderen Seite uns durchgängig als Organismus insoweit zu adaptieren, dass uns sich verändernde Umstände keine großen Nachteile bringen.

Der erste Punkt, also der Wunsch die Umstände im Leben konstant zu halten hat schlichtweg zu tun mit dem Komfort, den wir dabei genießen. Wir befinden uns in dem, das wir kennen. Wir haben das, was wir haben, bereits erfahren und können damit umgehen. Wir haben dadurch die Möglichkeit in die Zukunft zu schauen, denken wir. Es gibt uns Sicherheit, Vertrauen, Stabilität und einen festen Rahmen, in dem unser tägliches Leben verlaufen kann.

Der zweite Punkt ist jedes Kind, das einmal vom Krabbeln zum Laufen wechselte. Wir würden niemals auf beiden Beinen laufen können, hätten wir nicht damals unseren Kompetenzbereich (das Krabbeln) verlassen, um uns in einen Bereich zu begeben, in dem wir absolut inkompetent waren (Laufen auf zwei Beinen). Keiner von uns würde gehen. Wir würden noch stets mit unseren Aktentaschen, Smartphones und wahrscheinlich einem Fidget Spinner auf dem Boden krauchen.

Vielleicht habt ihr auch spannende Anekdoten dazu, wie ihr Laufen gelernt habt? Vielleicht darüber, wie ihr etwas erreicht habt, von dem ihr vorher so gar keine Ahnung hattet? Etwas, das ihr von grundauf lernen musstet und nicht aufgeben konntet, weil ihr es einfach unbedingt WOLLTET.

 

Und jetzt raus aus eurer Comfort-Zone!

 

 

Beste Grüße, Dustin


Dustin Jaros
Dustin Jaros

Mein Name ist Dustin Jaros, ich bin Psychologe und arbeite in der psychosozialen Betreuung. Menschen profitieren von meiner Beratung über das Internet (Skype, E-Mail, Spreed) und via Telefon. Damit sind sie oft örtlich unabhängig und können auch ohne viel Aufwand meine Beratung wahrnehmen. Meine Gesprächspartner genießen meine offene, ehrliche und authentische Art. Für Kopfvoll mache ich Fotos, schreibe Texte und kümmere mich um die sozialen Medien (Instagram: @kopfvoll / Facebook: k0pfv0ll).